Biogas
Biogas besteht hauptsächlich aus Methan, CO
2 und Wasserdampf.
Erzeugt wird es durch den mikrobiellen Abbau organischer Substanz (Biomasse).
Üblicherweise geschieht dies in anaeroben Verhältnissen, wodurch die
gespeicherte Bioenergie in Methangas, und nicht wie z.B. bei der Kompostierung
in Wärme umgewandelt wird. Biogas wird in Deutschland zum Betrieb von Blockheizkraftwerken
genutzt, eine Einspeisung in öffentliche Gasnetze ist bislang noch nicht
möglich. Der Nutzungsgrad des Nebenproduktes Abwärme beeinflusst häufig
die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage. Von der erzeugten Strommenge werden
im allgemeinen 20-40% für den Betrieb der Anlage selbst verbraucht (Pumpen,
Rührwerke, Zerkleinerer), von der erzeugten Wärmemenge werden ca. 30-50%
für die Beheizung des Fermenters verbraucht. Die Eigenverbrauchsanteile sinken
mit steigender Anlagengröße. Nebeneffekt der Biogastechnik ist die
Mengenreduzierung von organischer Substanz, z. B. in der Abwasserreinigung oder
der Vorbehandlung zur Deponierung. In landwirtschaftlichen Biogasanlagen kommen
noch eine Reihe weiterer positiver Auswirkungen zum Tragen: die Keimfähigkeit
von Unkrautsamen wird reduziert, die Pflanzenverträglichkeit wird verbessert,
die Gülle riecht kaum noch und ist flüssiger. Der Einsatz nachwachsender
Rohstoffe und die Nutzung des Biogases in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird
mit zusätzlichen Einspeisungsvergütungen gefördert.
Beratung
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