
Der Aufbau einer Biomasseagentur stellt die zentrale Maßnahme beim Thema Biomassenutzung dar. Als zentraler Ansprechpartner stellt die Biomasseagentur allen Interessenten über das Projekt gewonnene Informationen anhand verschiedener Medien zur Verfügung. Die Biomasseagentur führt verschiedene Informationsveranstaltungen für Land- und Forstwirte sowie für weitere Akteure der Biomassenutzung im Projektgebiet durch.
Die Kommunikation sowie Kooperation zwischen diesen Akteuren wird von der Agentur gefördert. Über die Kommunikation und Informationsweitergabe hinaus initiiert die Agentur mit den relevanten Akteuren ein Netzwerk. Es bietet den Akteuren den direkten Kontakt untereinander und den Zugang zu den bereitgestellten Daten.
Noch vor dem energetischen Aspekt steht die stoffliche Nutzung von Biomasse. Die spezifischen Eigenschaften bestimmen dabei die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten: so ist Holz zum einen ein hervorragender Baustoff, gleichzeitig aber auch der Ausgangsstoff für Papier oder auch Textilien (Viskose). Getreide ist ein hochwertiges Lebensmittel, aus der enthaltenen Stärke lassen sich aber auch Klebstoffe oder Einweggeschirr herstellen. Es gibt zahlreiche Beispiele für die Nutzung von Biomasse und deren Verarbeitungsprodukten, die oftmals hervorragende technische Eigenschaften besitzen.
Biomasse ist "die Gesamtheit der lebenden, toten und zersetzten Organismen
eines Lebensraums, auch der gesamten Erde, einschließlich der von ihr
produzierten organischen Substanzen...". Zum Aufbau von Biomasse (Prozess
der Photosynthese) wird Energie benötigt, die durch die Strahlung der Sonne
geliefert wird. Damit ist Biomasse in organischem Material gespeicherte Sonnenenergie,
die bei ihrer Freisetzung nur soviel CO2 abgibt, wie sie bei ihrer
Entstehung aufgenommen hat. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Art der
Energieträger vorliegt: fest (Holz, Stroh, etc.), gasförmig (Biogas)
oder flüssig (Pflanzenöl).
