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Getreide

Die Verbrennung von Getreide ist umstritten. Neben ethischen Bedenken ("Vernichtung von Nahrungsmitteln") treten noch Probleme bei den Feuerungsanlagen (Schlackebildung, Korrosion) und der Einhaltung von Abgaswerten (v. a. Staub) auf. Außerdem sind Getreidekörner nicht als Regelbrennstoff gemäß 1. BImSchV zugelassen. Eigentlich wären Getreidekörner ein idealer Brennstoff: ähnlich wie Holzpellets besitzen sie eine hohe Energiedichte, sind gut riesel- und lagerfähig und benötigen wenig Stauvolumen. Zudem ist die Anlagentechnik praktisch identisch und sogar ein Mischbetrieb Holzpellets/Getreide wäre möglich. Brennstoffbedingt kommt es zu einem sehr hohen Ascheanfall und zu Korrosion in der Feuerungsanlage. Hier könnten technische Entwicklungen weiterhelfen, auch um die hohen Stickoxidemissionen zu senken. Problematisch bleibt der hohe Staubanteil im Rauchgas, der nur mit entsprechender Filtertechnologie zu senken ist. Der Getreidepreis ist relativ niedrig, sodass der Energiepreis unter dem von Heizöl liegt. Gleichzeit erschließt sich über die Verbrennung auch die Entsorgung von Fusarium-belastetem Getreide, da laut Technischer Anleitung (TA) für Siedlungsabfall die Deponierung ab 2005 nicht mehr erlaubt ist.

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