Getreide
Die Verbrennung von Getreide ist umstritten. Neben ethischen Bedenken ("Vernichtung
von Nahrungsmitteln") treten noch Probleme bei den Feuerungsanlagen (Schlackebildung,
Korrosion) und der Einhaltung von Abgaswerten (v. a. Staub) auf. Außerdem
sind Getreidekörner nicht als Regelbrennstoff gemäß 1. BImSchV
zugelassen. Eigentlich wären Getreidekörner ein idealer Brennstoff:
ähnlich wie Holzpellets besitzen sie eine hohe Energiedichte, sind gut riesel-
und lagerfähig und benötigen wenig Stauvolumen. Zudem ist die Anlagentechnik
praktisch identisch und sogar ein Mischbetrieb Holzpellets/Getreide wäre
möglich. Brennstoffbedingt kommt es zu einem sehr hohen Ascheanfall und zu
Korrosion in der Feuerungsanlage. Hier könnten technische Entwicklungen weiterhelfen,
auch um die hohen Stickoxidemissionen zu senken. Problematisch bleibt der hohe
Staubanteil im Rauchgas, der nur mit entsprechender Filtertechnologie zu senken
ist. Der Getreidepreis ist relativ niedrig, sodass der Energiepreis unter dem
von Heizöl liegt. Gleichzeit erschließt sich über die Verbrennung
auch die Entsorgung von Fusarium-belastetem Getreide, da laut Technischer Anleitung
(TA) für Siedlungsabfall die Deponierung ab 2005 nicht mehr erlaubt ist.
Links
- Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
http://www.bio-energie.de/
- Franz J. Pentenrieder
http://www.getreideheizung.de/
- Informationssystem Nachwachsende Rohstoffe
http://www.inaro.de/
- IBS Ingenieurbüro für Haustechnik Schreiner
http://energieberatung.ibs-hlk.de/plangetreide.htm
- Maschinen- und Betriebshilfsring Zollernalb-Tübingen e.V.
http://www.maschinenring-zak.de/
http://www.maschinenring-zak.de/negbr/intro.html