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Gülle

In der Landwirtschaft liefern tierische Exkremente das Eingangsmaterial für die Biogasanlage: ausreichend flüssig und in großen Mengen anfallend, dazu noch kostenlos. Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: Anlageninvestitionskosten, Grad der Abwärmenutzung des Blockheizkraftwerkes und Gasausbeute aus dem eingesetzten Substrat. Bei letzterer ergeben sich große Unterschiede: im Vergleich zu Rinder- und Schweinegülle lässt sich aus z. B. Geflügelexkrementen bedeutend mehr Biogas gewinnen. Mit steigendem Güllevolumen wird ein entsprechend großer - und damit teurer - Fermenter benötigt. Ist der Energiegehalt der eingesetzten Gülle niedrig, kann das Biogas nicht wirtschaftlich erzeugt werden. Rein auf Rinder- oder Schweinegülle basierende Biogasanlagen sind zur Zeit praktisch nicht wirtschaftlich zu betreiben, eine Verbesserung wird in der Regel erst durch die Mischung mit anderen, energiereicheren Substraten erreicht. Dies können z. B. Geflügelmist, aber auch Kofermente aus der Landwirtschaft oder der Nahrungsmittelindustrie sein.

Übersicht verschiedener Anlagenparameter
1 GVE 400 - 500 m³ Biogas/Jahr
1 ha Silomais/Futterrüben 8.000 - 12.000 m³ Biogas
1 ha Corn-Cob-Mix (CCM) 6.000 - 7.000 m³ Biogas
1 ha Wiesengras 6.000 - 8.000 m³ Biogas
1 t Gülle 22 - 35 m³ Biogas
1 t Silomais 180 - 230 m³ Biogas
1 t Corn-Cob-Mix (CCM) 400 - 600 m³ Biogas
1 t Wiesengras 80 - 120 m³ Biogas
1 ha Silomais/Futterrüben ca. 10 - 20 m³ Faulraum
1 GVE 0,15 - 0,20 kW installierte Leistung
2.500 m³ Biogas 1 kW installierte Leistung
1 m³ Biogas 5,0 - 7,0 kWhgesamt
1 m³ Biogas 1,5 - 2,2 kWhel
BHKW (Zündstrahl-Motor) 1.200 - 700  /kW (30 - 120 kWel)
BHKW (Gas-Otto-Motor) 1.900 - 500  /kW (15 - 400 kWel)
Investitionskosten je kW installierte Leistung 5.000 - 2.000  /kW (30 - 300 kWel)

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
http://www.bio-energie.de/

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